Sicherheit und Stabilität

Wissenswertes über den Tragschrauber, eines der sichersten Fluggeräte überhaupt

"Es ist noch keiner vom Himmel gefallen..."

WDR Beitrag der Sendung Kopfball zum Thema Autorotation
WDR Beitrag der Sendung Kopfball zum Thema Autorotation

...jedenfalls nicht so ohne Weiteres. Denn kaum ein anderes Fluggerät hat ähnlich stabile Flugeigenschaften, ist selbst ohne Motor noch voll steuerbar und kann gefahrlos fast überall landen.

Einer der entscheidenden Vorteile eines Gyrocopters ist die Eigenstabilität, die durch die Drehung des Rotors verursacht wird. Genau wie man mit einem fahrenden Fahrrad nicht einfach so umkippen kann, weil die sich drehenden Räder durch die rotierende Masse für eine stabile Lage sorgen, liegt der Tragschrauber stabil in der Luft, weil sein Rotor sich dreht. Dadurch ist ein Gyrocopter gegenüber Böen relativ unempfindlich und lässt sich auch bei starkem Wind leicht beherrschen. "Ein Tragschrauber ist das letzte Fluggerät, das wegen schlechtem Wetter am Boden bleiben muß."

Einen sehr interessanten Beitrag zum Thema Autorotation gab es vor einiger Zeit in der WDR-Sendung "Kopfball". Dort wurde von einem Zuschauer die Frage gestellt, ob ein Hubschrauber ohne Motor landen kann. Das kann er durchaus – und ein Tragschrauber noch besser. Den Beitrag aus der Sendung findet man hier.

Autorotation – oder: warum wir nicht runterfallen können

Das Prinzip der Autorotation: Hubschrauber und Tragschrauber im Vergleich
Das Prinzip der Autorotation: Hubschrauber und Tragschrauber im Vergleich (Klick zum Vergrößern)

Im Gegensatz zu einem Hubschrauber wird der Rotor eines Tragschraubers nicht aktiv angetrieben, sondern dreht sich durch den Fahrtwind, genau wie ein Ahornsamen. Das Prinzip nennt sich Autorotation und sorgt dafür, daß selbst bei einem Triebwerksausfall der Gyrocopter stabil bleibt und sich ohne Probleme sicher landen lässt. 

Bei einem Hubschrauber wird der Rotor die ganze Zeit über angetrieben und produziert Auftrieb, indem er die Luft nach unten "wegdrückt". Die Luft strömt von oben nach unten durch den Rotor. Durch den Einstellwinkel der Rotorblätter wird ein Teil des Auftriebs in Vortrieb umgewandelt. (Siehe Bild oben)

Ein Tragschrauber hat einen passiven Rotor, der nur durch den Fahrtwind von unten "angeblasen" wird. (Siehe Bild unten) Lediglich zum Starten wird der Rotor mithilfe eines Getriebes kurzzeitig an den Motor angekoppelt und auf eine Drehzahl von 200 U/min gebracht (Vorrotieren). Sobald eine ausreichende Geschwindigkeit erreicht ist, wird der Rotor wieder ausgekoppelt und dreht sich von selbst weiter, weil der vom Motor angetriebene Propeller für genug Vortrieb sorgt.

Ein Strömungsabriss (ein sogenannter "stall"), wie er bei Flächenflugzeugen auftreten kann, wenn eine Mindestgeschwindigkeit unterschritten wird, kann ebenfalls nicht auftreten. Es sind extreme Langsamflüge (bis ca. 30 km/h) möglich, so daß man beispielsweise in Ruhe interessante Objekte fotografieren kann, während der Tragschrauber fast vollkommen ruhig in der Luft "steht".

Die Firma AutoGyro mit Sitz in Hildesheim ist Weltmarktführer im Bereich Tragschrauber und steht für Wertarbeit, Qualität und Sicherheit. Jedes Teil ist geprüft und wird mit allergrößter Sorgfalt verbaut. Die Richtlinien, die besagen, welches Teil nach wieviel Betriebsstunden ausgetauscht werden muß, sind im positiven Sinn großzügig dimensioniert, und selbst wenn die maximale Betriebsdauer nach Vorschrift erreicht ist, stößt das betroffene Teil von der Materialermüdung her noch lange nicht an seine Grenzen – safety first!

Der Tragschrauber ist damit eines der sichersten Fluggeräte überhaupt, und wenn man die Statistiken in Relation setzt, ist es um einiges gefährlicher, morgens mit dem Auto zur Arbeit zu fahren, als mit einem Tragschrauber einen Rundflug zu machen.

Nicht zuletzt kommt es bei der Sicherheit auch auf den Mensch – den Piloten an, daher gilt bei uns:

Verantwortungsbewusstes und umsichtiges Fliegen zu Ihrer Sicherheit steht bei Heidelberg Gyrocopter Tours an erster Stelle!